Folkert Rasch
»Seestücke«

Folkert Rasch geht es nicht um die Darstellung von getreulichen Topographien oder idyllischen Landschaften. Der Maler legt seinen Fokus stattdessen auf die Schaffung einer strengen Bildordnung gegen das chaotische Gesetz einer ungeordneten Welt. Mit seinen vernünftig geordneten Kompositionen begibt er sich auf die Suche nach der Grenze der Vernunft.

Er bedient sich dabei einem der beziehbarsten Motive und verwehrt dem Betrachter seiner Bilder dennoch jederlei Bestätigung von vertrauten Zusammenhängen. In seiner metaphysischen Bildsprache entrückt er der naturalistischen Erwartungshaltung und gelangt erst dadurch an seine innere Wirklichkeit.

Für die Beschreibung seiner Seestücke nutzt der Künstler die Widersprüchlichkeit des Begriffs der Untiefe. Nautisch betrachtet die seichte oder flache Stelle des Gewässers, suggeriert das Präfix (“Un-”) gleichzeitig eine besonders große Tiefe. Die horizontalen Linien seiner Arbeiten vereinen somit ein belohnendes Spannungsgefüge und vermitteln gleichermaßen das Gefühl von Ferne und Nähe.

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